Knorpelschäden / Arthrose - Therapieplanung

Wir werden uns um eine möglichst genaue Diagnose bemühen. Entscheidend für die gesamte Therapieplanung ist ein genaues Bild vom Ausmaß des Knorpelschadens und der individuellen, meist genetisch fixierten Veranlagung.
Ihre persönliche Veranlagung bestimmt ganz überwiegend die Härte und mechanische Widerstandsfähigkeit Ihrer Gelenkknorpelflächen, ebenso deren Fähigkeit zu Regeneration oder Neigung zu Entzündung und damit fortschreitendem Knorpelabbau.
Auf der Grundlage dieser möglichst exakten Diagnose kann die Entscheidung über konservative oder operative Knorpelbehandlung fußen. Dies gilt auch für die gleich wichtige Zukunftseinschätzung und die vorbeugenden Maßnahmen.

Die Knorpelbehandlung kann keinesfalls allein den Einsatz von Knorpelaufbaupräparaten bedeuten. In der akuten Phase muss die Entzündung auch ergänzend mit klassischen nicht-steriodalen Antirheumatika wie Diclofenac, Ibuprofen, moderneren Cox-2-Hemmern (Handelsname Vioxx, Bextra, Celebrex u.a.) geblockt werden. Massive Entzündung und Ergussneigung bringen den Einsatz von Cortisonpräparaten in die Diskussion.

Tieferreichende umschriebene Knorpeldefekte oder gar frische Knorpelaussprengungen müssen einer sinnvollen operativen Therapie zugeführt werden. Schwerwiegende Achsenfehlstellungen oder Gelenkinstabilitäten müssen ebenfalls operativ angegangen werden, um den Einsatz der Knorpelaufbaupräparate nicht sinnlos verpuffen zu lassen.

Konservative und operative Maßnahmen sind oft ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn massives Übergewicht oder ständige sportliche Überlastung und Gelenkverletzungen unberücksichtigt bleiben.
In diesem Gesamtkonzept finden auch Schuhversorgungen, stabilisierende und entlastende Orthesen (Schienen, Führungsbandagen) ihren festen Platz.