Arthroskopische Gelenkoperationen

Falls die konservativen Methoden nicht zum Erfolg führen, bleibt in der Regel nur ein operativer Eingriff: dieser erfolgt im Rahmen unseres Leistungsspektrums überwiegend ambulant und in der Regel arthroskopisch (minimalinvasiv). Unserer Praxis zählt mehr als 1200 arthrokopische Eingriffe pro Jahr, insbesondere an Knie, Sprunggelenk und Schulter.

Die frühe Wiederherstellung einer normalen Gelenkfunktion (verkürzte Rehabilitationsphase), die meist nur geringfügigen Schmerzen nach der Operation, die zunehmende Zahl ausreichend qualifizierter Ärzte mit spezieller Erfahrung und die geringe Komplikationsrate führen mit Recht zu einer bundesweiten Verbreitung der risikoarmen arthroskopischen Eingriffe im ambulanten Bereich. Darüber hinaus werden den Krankenkassen die Kostenübernahme für die vergleichsweise teuren stationären Aufenthalte erspart.

Zur Methode
In Vollnarkose oder im Ausnahmefall in örtlicher Betäubung wird über einen kleinen Stich eine mehrfach vergrößernde Optik in das Gelenk eingeführt und dieses unter Dauerspülung in aufgefülltem Zustand begutachtet.

Der Gelenkinnenraum wird über die aufgesteckte Kamera auf einen Fernsehschirm übertragen. Wichtige Befunde können digital mit einem Printer oder Videorecorder aufgezeichnet werden.

Je nach Art des Eingriffs und der Einblutungsstärke / Gelenkübersicht wird der Eingriff ohne oder mit Blutsperre/ -leere durchgeführt werden können. Nach Blutleerezeiten unter 2 Stunden werden in der Regel keine andauernden Muskel- oder Nervenschäden beobachtet. Nach kürzeren Eingriffen (> 90 % aller Eingriffe) von 30 – 60 Minuten sind spürbare Folgen nahezu auszuschließen. Bluttransfusionen werden in der Regel nicht benötigt.

Die Gelenkstrukturen werden über einen zweiten Zugang mit einem Häkchen getestet (Durchmesser der Zugänge etwa 5 mm). Selten wird ein weiterer Zugang benötigt. Die Operationen führt man mit Mini-Instrumenten über dieselben Einstiche aus.

Störende freie Gelenkkörper (s. Abb. rechts), Schleimhaut-, Knorpel- oder Meniskusanteile können so ohne größere Gelenkeröffnung entfernt, geglättet, angebohrt oder genäht werden. Inzwischen ist sogar der arthroskopische Ersatz des Kreuzbandes mit körpereigener Sehne (sog. Kreuzbandplastik) zu einem ambulant routiniert durchführbaren und bewährten Kniegelenkseingriff geworden.
Eine von vielen Anwendungen:
Entfernung freier Gelenkkörper


In örtlicher Betäubung kann wegen der mitunter unvermeidbaren Einblutung oder muskulären Verspannung der nötige Gelenküberblick und der nötige Spielraum für die Instrumente fehlen. In einem solchen Fall muss eine Arthroskopie in örtlicher Betäubung abgebrochen werden. Das Verfahren der Lokalanästhesie sollte wegen der erhöhten technischen Schwierigkeiten und Operationsrisiken speziellen Ausnahmefällen vorbehalten bleiben.

Lesen Sie dazu unseren Aufklärungsbogen Arthroskopische Gelenkoperationen.